Integrale Bewegung

Adi Huber
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Übungsmethoden im Qi Gong, Tai Chi und in der intentionalen Energiearbeit Immer wieder werde ich von meinen Seminarteilnehmern, Schülern etc. gefragt, „wie man eine Übungsse-quenz im Tai Chi, im med. Qi Gong oder im intentionalen Training des Qi Gon…
März 25
Adi Huber hat/haben das Profile aktualisiert.
März 25

Übungsmethoden im Qi Gong, Tai Chi und in der intentionalen Energiearbeit.

Immer wieder werde ich von meinen Seminarteilnehmern, Schülern etc. gefragt, „wie man eine Übungsse-quenz im Tai Chi, im med. Qi Gong oder im intentionalen Training des Qi Gong sinnvoll aufbauen kann?
Mit diesem Artikel möchte ich einige Schlüssel, Ideen, Bewährtes, Erfahrenes zu diesem Thema geben.

Zuerst taucht die Frage auf, was ist sinnvoll?

Da der Weg im Qi Gong und Tai Chi sehr individuell ist, sind auch die Anwendungs- und Übungsmetho-den sehr individuell! Jeder geht seinen WEG mit einer anderen Wahrnehmung, einer anderen Aufmerk-samkeit, einer anderen Befindlichkeit, einem eigenen Tempo und mit einem anderen Antrieb.
Trotzdem gebe ich Dir / Euch gerne meine Schlüssel mit auf deinen WEG.

Beim täglichen Üben sollten wir uns immer wieder Ziele ermöglichen und diesen auch nachgehen. Sehr wichtig dabei ist, dass wir keine Übungen „machen“, sondern mit unseren Übungen und Formen in Be-ziehung treten um eine Entwicklung und deren Ziele zu ermöglichen.

Welche Fragen tauchen auf?

• Wie baue ich meine Übung auf?
• Auf welche Punkte achte ich?
• Welche Faktoren unterstützen ein konzentriertes Üben?
• Wie fange ich mein Training an, wie schließe ich es ab?
• Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung?
• Wie übe ich, wenn Widerstände auftreten?
• Was ist, wenn ich keine Fortschritte wahrnehme?
• Welche Motivation habe ich?
• Wie kann ich mein Training wertschätzen?

Übungsziele
Längerfristig ist es sinnvoll, sich Übungsziele zu setzen. Vergleichbar ist dies mit einer Reise von einem Her¬kunftsort zu einem Zielort. Stell dir die Frage wo du bist und wo du hin willst! Dabei sollte der WEG auch ein Ziel sein. Ich kann nicht gleichzeitig an verschiedenen Orten sein, sondern begebe mich auf ei¬nen Weg. Der Weg hat bei jedem Üben einen Anfang, eine Mitte und ein Ende.
Natürlich verirren wir uns manchmal, wir driften ab und verlieren unsere Mitte. Nehme ich dies wahr, so suche ich wieder nach dem Weg, nach der eigentlichen Übung. Ich komme wieder zurück zu Körper, Atem, Intention und Geist.
Übungsziele sollten zumindest grob geplant werden, wobei es nicht darum geht, dich durch diese Ziele in die Enge treiben zu lassen, sondern an Themen zu arbeiten, denen du viel¬leicht ausweichst, die du vernachlässigst, die mühsam sind oder die „bitter“ schmecken.

Aufbau des Trainings
Hier ist eine klare Struktur (zum Beispiel -- COEBI) hilfreich. Am Anfang widme ich mich dem «Fang Song», dem Loslassen, und dem Abschalten.
Durch Übungen des Coebi Systems, wie dem zentrierenden Bären, oder dem Öffnen der Gelenke, der Wirbelsäule und dem Becken, sowie dem Meridianstreching usw. zentriere und öffne ich meinen Kör¬per, damit er für die spezifischen Qi Gong oder Tai Chi Übungen und für das Qi durchlässig wird.
Die stehende Übung sollte Bestandteil jedes Trainings sein, da sie die innere Energie anreichert und unsere Körperstruktur aus- und aufrichtet. Das „Stehen wie ein Baum“ kann ide¬al nach jeder Coebi Sequenz eingebaut werden. Das ausweiten der Energie kann mit tollem Gehen Qi Gong oder auch anderen Übungen erreicht werden. Hier spüren wir wie das Qi zu laufen beginnt. Deshalb ist dieser Teil des Qi Gong Trainings besonders beliebt. Die Wahrnehmung für den eignen Köper und auch der anderen Ebenen beginnt sich zu entwickeln.
Nun widme ich mich einer Übungssequenz oder einer Form. Ich entwickle das Qi lasse es durch die Meridiane fließen, (Coebi unter B ).
Hierbei möchte ich nicht einfach Übungssequenzen lustlos abhaken, sondern achtsam, aufmerksam und bewusst bleiben. Das nachspüren des Qi ist zu jeder Zeit notwendig.
Bei sehr langen Übungssystemen ist es manchmal von Vorteil, nur eine Sequenz zu vertiefen. Am Tag danach kann mit einer weitern Sequenz fort¬gefahren werden.

Auf welche Punkte achte ich beim Üben?
Hier kann ich den Fokus auf ein Thema, mit einer bestimmten Musik, auf ein Bild oder ein Vorstel-lungsbild richten.
Ich er¬forsche während dem Üben die Qualität des Themas.
Zentral wichtig ist bei allen Übungen die Beobachtung und durch eventuelle Veränderungen in der Struktur oder der Wahrnehmung die Qualität dafür zu spüren und evtl. zu optimieren.

Hier einige allgemeine Vorschläge auf die du achten sollst:
• Mitte, das Dantian führt die Bewegung
• Am Scheitelpunkt aufgehängt sein
• Füße sind mit der Erde verwurzelt
• Im Lot stehen oder bewegen
• Song ---- Loslassen
• Becken fallen lassen, Gewicht sinken lassen
• Körperpartien entspannen
• Atemqualität beobachten
• Qualität des Bewusstseins beobachten
• Drei innere Zusammenschlüsse, San Bao -- Essenz, Qi und Shen fühlen
• Die 6 Koordinaten der Gelenke beachten
o Struktur prüfen
o Fußstellung prüfen
o Kniestellung prüfen
o Beckenstellung prüfen
o Wirbelsäule prüfen
o Kopfstellung prüfen
o Schulter, Ellenbogen, Handgelenke und Finger prüfen
o Fußgelenke, Füße, Zehen prüfen
• Gewichtsverlagerungen prüfen
• Übergänge bewusst ausführen
• Brustbein prüfen und offen halten
• Kreuzbein prüfen und offen halten
• Weich fließend bewegen
• Unterschiede von Yin und Yang wahrnehmen

Was hilft mir unabgelenkt zu üben?
Der Ort an dem ich übe ist wichtig.
Es sollte ein Ort sein, an dem ich zur Ruhe kommen kann und mich wohlfühle. Ein Ort, wo ich nicht von äußeren Reizen zu stark abgelenkt werde. Kehre ich täglich an denselben Ort zurück, so fällt mir der Einstieg mit der Zeit leichter.
Es baut sich an diesem Ort eine Kraft auf, die mich unter¬stützt.
Aber auch andere Orte, die wir z.B. mit dem Feng Shui Prinzipien in Einklang bringen können, wie am Wasser, mit dem Wasser, in der Sonnenachse oder unter alten tollen Bäumen, geben im Vorfeld schon viel Energie. Ich bin oft auf der Suche nach Kraftorten oder spüre plötzlich welche auf.
Mein Rat:
Nutze die Natur für deine Übungen und spüre welches Qi dabei entsteht!
Zuhause bitte die Telefone während dem Üben ausschalten, denn wir können uns sonst nur halb hinge-ben und nur ein halbes Resultat erreichen. In häuslicher Um¬gebung sollten Familienmitglieder wis-sen, dass wir uns eine Auszeit zum üben gönnen und während dieser Phase ungestört sein möchten.

Wie beginne ich und wie schließe ich ab?
Rituale helfen uns einen guten Einstieg in das Training zu finden. Das Anzünden einer Kerze, spezielle Musik, die mentale Verbindung mit einer Kraftquelle und die¬selben Anfangsübungen helfen uns mit unse-rer Mitte in Verbindung zu treten und in die Übung einzu¬tauchen.
Während dem Üben gilt es immer wieder innezuhalten und unsere Gedanken, Emotionen und den Körper zu beobachten. Durch das Beobachten der inneren und äu¬ßeren Bewegung kann der Geist mit der Zeit ruhiger und klarer werden. Diese Qualität wird durch regelmäßiges Üben kultiviert.
Manchmal sind wir jedoch innerlich von Gedanken und Emotionen gefangen. Auch hier gilt es eine beobachten¬de Haltung einzunehmen und dabei die Gedanken nicht zu werten oder zu verurteilen. Der Beobachter ist mit un¬serem Selbst verbunden. Es geht ganz einfach darum, sich immer wieder mit Kör-per und Atem zu verbinden.
Am Schluss des Trainings ist es gut das Qi zurückzuführen in das Dantian, noch einmal inne zu halten und nachzuspüren. Ich benutze oft einen Moment, in dem ich in die stehende Säule gehe und der Qualität lausche, die sich durch das Üben entwickelt hat. Nach dem Üben ist es von Vorteil, langsam und behut-sam in den Alltag zu¬rückzukehren und nicht direkt wieder in hektische Ak¬tivitäten einzutauchen.

Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung?
Ressourcen können meine Artikel, Bücher, Skripte, Notizen, Bilder, Musik- oder Filmbeiträge sein.
Eine der wichtigsten Ressourcen ist die Natur mit seiner unterschiedlichen Energie!!!
Der Austausch mit deinem Lehrer oder Mit¬schülern kann die auch als Ressource dienen. Eine Ressour¬ce hilft mir, mich mit einem Thema auseinanderzusetzen und zum Beispiel durch die Analyse von Bewe-gungen ein tieferes Ver¬ständnis für mein Qi zu erlangen.

Widerstände während dem Training
Ein anfänglicher Widerstand in den Übungen verän¬dert sich während dem Trainieren. Meist merken wir am Schluss einer Übung, dass unser Bewusst¬sein klarer ist, die Atmung sich vertieft hat, der Kör¬per wesent-lich entspannter ist und ein tiefes, warmes Gefühl in uns breiter wird.
Wir sind intensiver mit uns und un¬serer Umwelt auf eine positive Weise verbunden und wir sind lebendi-ger mit unserer Mitte im Einklang. Dabei dür¬fen wir ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit und des Glücks er¬leben.

Fortschritte während dem Üben
Mit regelmäßigem Üben schreiten wir auf dem Weg des Tai Chi und Qi Gong gemächlich aber stetig voran. Wir können unseren Fortschritt nicht forcieren und unseren Erfolg nicht durch Geschwindig-keit erarbeiten. Oft üben wir über eine längere Zeit an Themen, ohne dass wir dabei eine Veränderung beobachten können. Wir zweifeln an den Übungen und wir zwei¬feln an uns. Wenn wir jedoch manchmal inne halten und in die Vergangenheit zurück reflektieren, so wissen wir, dass wir auf dem Weg vorange-kommen sind.
Diese Ent¬wicklung kann sich beispielsweise dadurch äußeren, dass gewisse Übungen müheloser ablau-fen. Wir müs¬sen nicht dauernd an einem Ablauf herumstudieren, sondern können die Bewegung besser fließen lassen und genießen.

Motivation
Welche Motivation bewegt mich dazu Qi Gong oder Tai Chi zu üben?
Ist es der Gesundheitsaspekt?
Ist es der Wunsch nach mehr Ruhe und Klarheit in meinem Alltag?
Ist es die Sehnsucht nach Einheit?
Ist es die Freude an der Bewegung?
Ist es die Faszination an der inneren „Kampfkunst“?
Ist es der Wunsch nach Ausgleich?
Jeder hat seine eigenen Motive, Qi Gong und Tai Chi auszuüben. Dabei erachte ich es als wichtig, sich immer wie¬der bewusst zu werden, was uns Qi Gong oder Tai Chi alles gibt. In diesen wilden Zeiten, in denen wir leben, können diese Künste uns sehr viel an Einsicht, Verständnis, Geduld, Be¬harrlichkeit, Ruhe, Klarheit, Gesundheit, Kraft, eigene Entwicklung und Wertschät¬zung schenken.

Eigene Wertschätzung
Als sehr wichtig erachte ich auch die eigene Wertschätzung. Wir dürfen uns wertschätzen, dass wir täglich mit uns und unserem Körper usw. in Kontakt treten.
Durch das Üben baue ich immer wieder eine Bezie¬hung zu mir selbst auf.
Diese Beziehung darf wachsen, gedeihen und tiefer werden. Ich nehme meine Licht- und Schattenseiten, Yin und Yang viel besser wahr. Beide gehören zum Leben, wie die zwei Seiten einer Münze. Ich darf ler-nen mich anzu¬nehmen wie ich bin. Dadurch entsteht auch eine Wert¬schätzung gegenüber meinen Mit-menschen.

Und zum Schluss
Durch das stete „dranbleiben“ beim Üben und durch unsere Beharrlichkeit dürfen und können wir uns weiterentwickeln.
Die Tai Chi und Qi Gong Übungen gewinnen dadurch an Dynamik, Tiefe und Kraft. Diese Kraft wird uns im Alltag unterstützen, sie durchdringt unseren Körper und unseren Geist. Wir dür¬fen immer wie-der die Früchte unserer Übungen ernten.
Vielleicht sind wir am Ende einer Übungseinheit dank¬bar für das, was wir erfahren durften!?!
Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesen Schlüssen dazu inspirieren eure Übungsmethoden zu überdenken und neue ganzheitliche Aspekte in eure Praxis aufzunehmen.
Experimentiert mit all dem Besprochenen!!


Zum Schluss ein Gleichnis aus dem Chinesischen :

„Eine Reise von tausend Meilen beginnt immer mit dem ersten Schritt.“

Wie immer an dieser Stelle mein Wunsch,
viel Freude, Spaß und Erkenntnis beim Üben!!!!

Adi Huber Diplomlehrer für TCM 

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Adi Huber

Weihnachten

Weihnachten 2009

Schon ist es wieder vorbei, dieses Jahr und es kann hoffentlich die Besinnung auf Vergangenes, auf Gegenwärtiges und Zukünftiges einkehren.
Die Zeit der Integration, wie wir das auch nennen können!

Wenn wir auf dieses Jahr zurückblicken, werden wir feststellen, dass sich wieder vieles ereignet hat. Erlebnisse, Entwicklungen, Begegnungen oder ein Mensch der ein Licht in unser Leben brachte.
So ein Licht ist etwas besonders kraftvolles und oft steckt sehr viel Inspiration in sei… Fortfahren

Gepostet am 19. Dezember 2009 um 8:30am 1 Kommentar

Adi Huber

Intelligentes Üben

Intelligentes Üben des Tai Chi
Als Anfänger des Tai Chi beginnen wir mit dem Erlernen der langsamen Pecking Form mit 24 Steps.
Obwohl die Form aus einer Reihe von Kampfkunstbewegungen besteht, sollen wir bei ihrer Einübung nicht an die kampfsportlichen Anwendungen der Bewegungen denken. Aber gerade, weil die Bewegungen aus der Kampfkunst stammen, sind sie von rationaler Intelligenz geprägt.
Erfährt man diese bewusst im Tai Chi, können wir diese Bewegungsprinzipien in unseren Alltag mitneh-men.
E… Fortfahren

Gepostet am 7. November 2009 um 10:02am

Adi Huber

Übungsmethoden im Qi Gong, Tai Chi und IET

Übungsmethoden im Qi Gong, Tai Chi und in der intentionalen Energiearbeit
Immer wieder werde ich von meinen Seminarteilnehmern, Schülern etc. gefragt, „wie man eine Übungsse-quenz im Tai Chi, im med. Qi Gong oder im intentionalen Training des Qi Gong sinnvoll aufbauen kann?
Mit diesem Artikel möchte ich einige Schlüssel, Ideen, Bewährtes, Erfahrenes zu diesem Thema geben.

Zuerst taucht die Frage auf, was ist sinnvoll?

Da der Weg im Qi Gong und Tai Chi sehr individuell ist, sind auch die Anwend… Fortfahren

Gepostet am 25. März 2009 um 11:25am

Kommentarwand (2 Kommentare)

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Patricia Würth schrieb am 3. April 2009 um 18:41pm...
Hallo Adi

Ich habe das Büchlein bekommen - ganz herzlichen Dank dafür.
Mit gefällt die Autorin und auch das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Und wahrscheinlich hat es auch was mit mir zu tun, aber das werde ich dir dann sagen, wenn ich es gelesen habe, ok?
Bis dahin geniesse ich etwas Frühlingssonne :-)
Ganz lieben Grüsse Patricia
Patricia Würth schrieb am 26. März 2009 um 15:04pm...
Hallo Adi
Das ist ja super.
Herzlichen Dank fürs Schicken an
Patricia Würth, Zinggenstrasse 1, CH-9443 Widnau
Hast du einen Vorschlag wie wir es mit der Bezahlung machen können? Ich könnte dir das Geld auch in ein Couvert stecken...
Ganz liebe Grüsse und eine schöne Zeit
Patricia
 
 

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